Giorgio Conte ist nicht mit seinem Bruder Paolo zu verwechseln. Wo dieser den großen Auftritt liebt, überzeugt Giorgio mit feinem Understatement. Ein leiser Erzähler, ein Poet mit trockener Selbstironie. Seine Lieder wirken beiläufig und sind doch präzise gebaut, voller Bilder, kleiner Geschichten und eleganter Pointen.
Aufgewachsen in Asti im Piemont, geprägt von Chanson, Jazz und italienischer Volksmusik, schreibt er zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Lieder und arbeitet gleichzeitig als Anwalt. Lange führt er dieses Doppelleben zwischen Kanzlei und Bühne, verfasst Songs für Kolleginnen wie Mina, Milva oder Ornella Vanoni und tritt immer wieder selbst auf. Erst Anfang der 1990er Jahre entscheidet er sich ganz für die Musik.
Seither pflegt Giorgio Conte seinen unverwechselbaren Stil zwischen italienischem Chanson, Swing und Jazz. Seine Lieder erzählen von Reisenden, Alltagsbeobachtungen und leisen Absurditäten, mit Nostalgie, Ironie und viel Wärme. Auf der Bühne sucht er die Nähe zum Publikum, begleitet von einer fein abgestimmten Band, die viel Raum für spontane Momente lässt. Ein Abend voller Charme, Humor und gelassener Poesie.