Ein musikalischer Bogen zwischen Astor Piazzolla und Mercedes Sosa
Für die virtuosen Musiker des Christian Bakanic’s Trio Infernal galt es von Anfang an neue Wege zu beschreiten. Dabei sehen sie sich nicht als Grenzgänger, sondern als Botschafter zwischen den Klangwelten von Jazz, Tango und modernen Grooves der Club-Szene wie House und Drum’n’Bass. Das korrespondiert hervorragend mit dem Selbstverständnis der in Buenos Aires geborenen Wahlwiener Sängerin Paula Barembuem: „happy to build bridges between styles that seem to have little in common“.
Paula und das Trio begegneten sich in Wien und dabei entstand eine magische, durch gegenseitige Faszination getragene Zusammenarbeit: hier die Vertrautheit Barembuems mit Tango als musikalischer Alltags-Kultur, dort die Souveränität des Trios im Umgang mit der Musik von Astor Piazzolla. So verschmelzen die Merkmale des Tangos unkonventionell mit modernen Grooves und jazzigen Harmonien, die der Musik ihren tanzbaren Charakter auf eine sehr lebendige und ungezwungene Art zurückgeben.
Neben dem Tango-Programm widmet sich die Band einem weiteren großen Kapitel lateinamerikanischer Musik: dem Werk von Mercedes Sosa. Die legendäre argentinische Sängerin wurde in den 1970er-Jahren mit ihrer unverwechselbaren Stimme zu einer wichtigen Symbolfigur des Widerstands gegen die südamerikanischen Militärdiktaturen. Als „Stimme der Stimmlosen“ sang sie von Ungerechtigkeit und Unterdrückung, aber auch von Freiheit, Liebe und Hoffnung. Ihre Lieder sind bis heute bewegende musikalische Zeugnisse eines Kontinents und seiner Geschichte.
Ein musikalischer Brückenschlag zwischen Lateinamerika und Europa, bei dem stilistische Grenzen verschwimmen und musikalische Vielfalt zum Erlebnis wird.
Paula Barembuem - Stimme, Christian Bakanic - Akkordeon, Christian Wendt - Bass, Jörg Haberl - Schlagzeug, Backing Vocals