„coolest gang“
Für die coolste Gang wollen eigentlich alle schreiben – zumindest jene, die wissen, was in so einer Besetzung möglich ist. Hier geht es nicht um Gefälligkeit, sondern um Reibung: Jazz in voller Vitalität trifft auf das Klangdenken der Moderne. Herkunft wird nicht behauptet, sondern hinterfragt – und neu erfunden. Komponiert wird ohne Sicherheitsnetz, gespielt ohne doppelten Boden. Ein rücksichtsloser Personalstil ist hier kein Risiko, sondern Programm. Musik, die nicht fragt, ob sie darf – sondern einfach passiert.
Dem Janus Ensemble ist es wichtig, dass Tonkunst nicht bloß als musikalische Uniform für verschiedene gesellschaftliche Gruppen dient – etwa als klassischer Musikkonsum für die Bürgergesellschaft –, sondern ihre aufrüttelnde Kraft dazu nutzt, über die beunruhigenden Zeichen unserer Zeit nachzudenken. Allzu oft gibt sich Musik im Spannungsfeld zwischen Prekariat und Hochkultur unpolitisch und liefert lediglich das, was man von ihr erwartet: den Sound zum Kopf-in-den-Sand-Stecken.
Ein besonderes Merkmal des Janus Ensembles ist sein Fokus auf Werke an der Schnittstelle von Neuer Musik und Jazz.
Tatjana Wurzer – Stimme, Paul Amann – Bassposaune, Simon Teurezbacher – Tuba, Simon Raab – Synthesizer, Robert Pockfuss – E Gitarre, Tibor Kövesdi – E Bass, Kontrabass, Andreas Senn – Schlagzeug, Joanna Lewis – Violine, Gerhard Marschner – Viola, Arne Kircher – Cello, Christoph Cech – Leitung
Werke von:
Magdalena Müller-Hauszer, Maria Dörfler, Bernhard Geigl, Stepan Flagar, Leonardo Aristeguita, Marina Vesic