Un serán galego en Viena – dritte Edition
Ein Abend wie ein spätes Zusammenkommen am Rand des Tages: Stimmen, Geschichten, Musik – und ein Raum, der sich langsam mit Leben füllt. Serán nennt man das in Galicien. Und genau dieses Gefühl zieht für einen Abend in die Sargfabrik ein.
„Galicische Nacht in Wien“ bringt Musik und Kultur von der Atlantikküste in einen neuen Resonanzraum. Keine Folklore im Schaukasten, sondern ein lebendiges Miteinander: Tradition trifft auf Gegenwart, Klang auf Erinnerung, Wien auf Galicien. Ein Dialog, der sich entfaltet – zwischen Liedern, Geschichten und gemeinsamen Momenten.
Im Zentrum steht eine Zeit des Aufbruchs und der Brüche: die kulturelle Blüte rund um die Zweite Spanische Republik – und ihr abruptes Verstummen. Inspiriert von Jesús Bal y Gay verweben sich mittelalterliche Klänge, Renaissancemusik, traditionelle Melodien und Echos der Moderne zu einem vielschichtigen Klangbild. Musik wird hier zum Träger von Erinnerung, zum Erzähler von Exil, Verlust und Weiterleben.
Was diesen Abend besonders macht, ist das Dazwischen: das gemeinsame Hören, das Innehalten, das Weiterdenken. Musiker aus Galicien und Wien begegnen einander auf Augenhöhe und schaffen einen Raum, der mehr ist als ein Konzert. Und weil ein echter Serán nie nur aus Musik besteht, gibt es auch eine kleine kulinarische Reise nach Galicien: zum Kosten, Teilen und Anstoßen.
Das Konzert ist Teil des Festivals Espazos Sonoros, ein in Galicien (Spanien) etabliertes Musikfestival mit fast zwei Jahrzehnten Geschichte und internationaler Ausrichtung.
Belén Bermejo – Moderation, Stimme, Perkussion, Aliona Kalechyts-Piatrouskaya – Stimme, Violine, David Bellas – Dudelsack, Flöte, asubíos, Nuno Estévez – Akkordeon, Kan Zhang – Gambe, Andrés Díaz – Flöten, Renaissancegitarre, künstlerische Leitung