Duo MASIS & Wolfram Berger (AT, ARM)

Erzählte HEIMAT – gespielte SEHNSUCHT

Armenische Literatur trifft auf Musik – ein Abend voller Zwischentöne

Wenn Wolfram Berger liest und das Duo MASIS spielt, wird aus einer Lesung schnell ein musikalisch-literarischer Abend, bei dem sich Wort und Musik auf Augenhöhe begegnen. Im Mittelpunkt stehen armenische Texte und Musik, die von Herkunft, Sehnsucht und dem Leben zwischen verschiedenen Welten erzählen.

Das Duo MASIS verbindet seit zwanzig Jahren klassische Virtuosität mit der Freiheit des Jazz. Die beiden aus Jerewan stammenden Musiker:innen Anna Hakobyan und Karen Asatrian interpretieren eigene Kompositionen, armenische Volksweisen und Jazzstandards. Dabei trifft Hakobyans nuancenreiches Geigenspiel auf die rhythmische Energie des Pianisten Asatrian. Mit viel Gespür für Rhythmus, Melodie und Improvisation geben sie traditionellen Motiven ebenso viel Raum wie eigenen musikalischen Ideen. Der Name MASIS ist übrigens die altarmenische Bezeichnung für den biblischen Berg Ararat – ein Hinweis auf die gemeinsamen Wurzeln der beiden.

Mit Wolfram Berger bekommt dieser musikalische Dialog eine literarische Dimension. Er ist bekannt dafür, dass er gerne dort stöbert, wo andere noch gar nicht suchen. Diesmal hat er zeitgenössische armenische Texte entdeckt, die hierzulande noch weitgehend unbekannt sind. Frisch übersetzt vom Armenienkenner Herbert Maurer erzählen sie davon, was Menschen in Armenien heute bewegt – mit überraschenden Blickwinkeln, Humor und Melancholie.

Ein Glück, dass sich diese drei gefunden haben! Gemeinsam erzählen und spielen sie von Heimat, ohne sie zu verklären, und von Sehnsucht, ohne ins Sentimentale abzurutschen. Ein Abend über Wurzeln und Aufbruch, über das Verbindende und die Sehnsucht nach einem Leben in Frieden und Freiheit.

Anna Hakobyan - Violine, Karen Asatrian - Klavier, Wolfram BERGER - Rezitation

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