Kant_ine denkt nach:
Cornelia Mooslechner-Brüll im Gespräch mit Sandra Radinger
Sprache ist unser wichtigstes Werkzeug, um die Welt zu teilen – doch was passiert, wenn wir an ihre Grenzen stoßen? Wie treten wir in eine echte Begegnung, wenn „die anderen“ scheinbar völlig anders reden und denken als „wir“? Dieses philosophische Café widmet sich der Ambivalenz der Sprache: als Brücke zum Mitmenschen, aber auch als Instrument der Abgrenzung und Macht.
Gemeinsam mit unserem Gast Sandra Radinger beleuchten wir, wie Vorstellungen von Sprache, Kultur und Gemeinschaft unsere Wirklichkeit prägen. Radinger spannt dabei einen weiten Bogen: von der gesellschaftspolitischen Dimension der Mehrsprachigkeit über die Körperlichkeit sprachlicher Gesten bis hin zu aktuellen Einblicken aus einem Grazer Forschungsprojekt zu Sterben, Tod und Trauer. Dort zeigt sich die drängendste Frage ganz praktisch: Wie sprechen wir über das Unfassbare?
Wie prägt die historische Verknüpfung von Sprache, Kultur und Nation unser heutiges Denken über „uns“ und „die anderen“?
Was bedeutet es, eine neue „Citizenship“ in der eigenen Sprache zu entwickeln, die lebendige, situative Interaktion über starre Grammatikregeln stellt?
Wie gerecht ist unser politischer Umgang mit Sprechenden – etwa bei Sprachtests als Integrationshürde oder der Unterscheidung in „gute“ und „schlechte“ Mehrsprachigkeit?
Wo liegen die Potenziale und Grenzen des philosophischen Gesprächs bei existenziellen Erfahrungen, für die uns oft die Worte fehlen?
Kommt und diskutiert mit uns über die Macht, die Grenzen und die verbindende Kraft unserer Worte. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!
Unsere Gastgeberin Dr. Cornelia Mooslechner-Brüll ist akademisch-philosophische Praktikerin mit eigener Praxis PHILOSKOP, Lehrende an der Universität Wien, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Donau Universität Krems. www.philoskop.org
Weitere Infos auf Facebook unter kantinedenktnach
EINTRITT FREI!
Wir bitten um Anmeldung: bit.ly/philocafe
Eine Veranstaltung der KANT_INE 14 in der Sargfabrik